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Reisebericht Kroatien – Route und Reiseplanung für einen Urlaub an der Adria

Glasklares Wasser vor wunderschönen Stränden, einzigartige Landschaften oder aufregende Geschichte in malerischen Städten? Ach, und tolles Essen soll auch noch dazu? Dann auf nach Kroatien, einer extrem vielseitigen Destination für Familien, Natur-, Sport-, oder Kulturbegeisterte. Dieser Reisebericht Kroatien soll einen ersten Überblick für deine Kroatien Reise geben, während du weiter unten ausführliche Berichte zu bestimmten Orten findest.

Warum sich eine Reise nach Kroatien lohnt

Ich wusste, dass die Kroaten relativ gut Fußballspielen für vergleichsweise wenig Einwohner, das hatten sie 2018 bei der WM unter Beweis gestellt. Ich wusste auch, dass meine Mutter immer noch Jugoslawien sagt, wenn sie eigentlich Kroatien meint. Und ganz so weit weg liegt es nicht, eben an der Adria und es gibt viele Inseln. Das wars dann aber auch, mehr hätte ich über das Land nicht sagen können.

Ich bin also ohne viel Erwartungen 2019 zu meinem ersten Kroatien Urlaub aufgebrochen, für eine Woche sollte es nach Istrien gehen. Damit begann die Recherche und das Auseinandersetzen mit dem für mich bis dato relativ unbekannten Land. Und die Vorfreude wuchs enorm, auch wenn ich feststellen musste, dass es definitiv kein Geheimtipp mehr war (komisch aber auch für ein europäisches Land an der Adria). Einige Dinge konnte ich im Vorfeld ausmachen:

  • Kroatien kennt man aus dem Fernsehen. So hat z.B. Game of Thrones dafür gesorgt, dass die Stadt Dubrovnik heute ordentlich überlaufen ist (und ich gehöre zu den 0,1% der Menschen, die die Serie nicht kennen, ups). Auch Winnetou und Old Shatterhand hat Karl May hier bildlich werden lassen, vor allem in der üppigen Natur Kroatiens. Und neuerdings gibt es auch den Kroatien Krimi im Ersten.
  • Kroatien hat eine wunderschöne Küste, kristallklares Wasser und viele Inseln – deshalb gibt es auch viele Segelausflüge, Bootstouren oder ganze Urlaube auf See, die mit Inselhopping verbunden werden.
  • Kroatien kann auf eine reiche Geschichte zurückblicken – davon zeugen viele Festungen, Paläste oder Ausgrabungen
  • Kroatien ist ein Feinschmecker Paradies. Vor allem in Istrien gibt es alles, was das Küchenherz höher schlagen lässt, von Wein über Olivenöl bis hin zu Trüffel.

Wissenswertes zum Urlaub in Kroatien

Allgemeine Infos

  • Hauptstadt: Zagreb.
  • Sprache: Kroatisch. Wenn man nicht gerade im tiefsten Hinterland unterwegs ist kommt man aber mit Englisch und z.T. auch Deutsch sehr gut weiter. Da Kroatien lange Zeit von Italien (genauer: Venetien) beherrscht wurde, ist man auch mit Italienisch gut aufgestellt, vor allem in Istrien.
  • Währung: Kroatischer Kuna (HRK). Obwohl Kroatien Mitglied der EU ist, wird hier weiterhin mit Kuna bezahlt. 1€ entspricht ungefähr 7 Kuna.
  • Einreise: Kroatien ist Mitglied der EU und man kommt problemlos mit dem Personalausweis ins Land. Da aber die Nachbarstaaten wie Bosnien und Herzegowina oder Montenegro nicht in der EU sind, wäre es sinnvoll den Reisepass mitzuführen – wer weiß, vielleicht ergibt sich ja doch ein spontaner Trip in eines der Nachbarländer 😉
  • Corona Einreise: Geimpft oder getestet – auf den Seiten der kroatischen Tourismusbehörde findet man ein Einreiseformular, bei dem man einige Angaben wie Unterkunft, Reisegründe etc. angeben muss.

Anreise

Bei meiner ersten Reise nach Kroatien 2019 sind wir mit dem eigenen Auto angereist und hatten somit auch direkt einen Wagen vor Ort. Da die Anreise aus dem Norden Deutschlands recht lang ist, haben wir je einen Zwischenstopp in Österreich, bzw. auf dem Rückweg in München eingelegt.

Beim zweiten Mal 2021 sind wir geflogen. Von Bremen nach Zadar und zurück mit Ryanair. Ehrlicherweise sind die Flugzeiten alles andere als gut gewesen, aber wir sind ja noch jung und können das vertragen 😉 Abgesehen davon war es der günstigste Flug. Sonst hört man oft, dass Dubrovnik und Split die größeren Flughäfen haben, je nach Route muss man also schauen, was für einen selbst am besten liegt.

Reisezeit und Vorbereitungen

Kroatien ist natürlich kein Geheimtipp mehr. Deshalb sollte man in der Hauptreisezeit Juli und August auf jeden Fall vorreservieren. Damit meine ich nicht, dass im Vorfeld schon jeder Tag durchstrukturiert werden und jedes Restaurant reserviert werden muss. Aber die Route und einige Meilensteine sollten feststehen. Andernfalls kann es vorkommen, dass man nicht mehr die Wunsch-Unterkunft bekommt oder bei Nationalparks nichts mehr eingelassen wird. Ich habe mittlerweile gerne Unterkünfte mit einem gewissen Standard, bei denen ich nicht sagen muss „Ich bin ja zum Glück nur zum Schlafen hier“. Darunter fallen übrigens auch Apartments, Campingplätze, Airbnb,….

Zudem sollte man – wenn die ungefähre Route einmal feststeht – schauen, ob und wie man Tickets vorreservieren kann. So ist dies für den Nationalpark Plitvicer Seen absolut zu empfehlen. Auf der anderen Seite bekommt man oft noch ziemlich spontan Ausflüge vor Ort angeboten, das ist meist bei Bootstouren in den Küstenregionen der Fall. Wir hatten wahrscheinlich wegen Corona und damit verbunden geringeren Touristen sehr viel Glück, dass weniger los war. Ich hatte die Tickets für die Plitvicer Seen auch schon vorreserviert, aber das war zu der Zeit gar nicht nötig gewesen.

Und in der Hauptreisezeit wird es heiß! Ich war beide Male im August bzw. Juli unterwegs und es war wiiiirklich heiß und nur mit Meer oder Pool zu ertragen. Da ich nicht zu den Menschen gehöre, die nur in der Sonne brutzeln wollen sondern mich eher zu den Unternehmern zähle, musste ich schon manchmal einen Gang runterschalten und Pausen einplanen. Deshalb würde ich (wenn ich nicht auf die Schulferien angewiesen wäre) eher im Mai/Juni oder September/Oktober verreisen, um die krasse hitze zu vermeiden.

Packliste

In den Koffer gehören eigentlich die Dinge, die bei einem normalen Sommerurlaub mitkommen. Ergo: Sonnencreme, Sonnenbrille, Badesachen. Ansonsten würde ich immer noch einpacken:

  • Wiederverwendbare Trinkflasche – es kann wirklich sehr heiß werden und man benötigt auf jeden Fall genug zu trinken. Damit man sich nicht ständig etwas kaufen muss und die Umwelt belastet, lohnt sich also die eigene Flasche. Zudem kann man in den Städten und Dörfern immer wieder an öffentlichen Plätzen die Flasche auffüllen.
  • Wasserschuhe und Schnorchel – die Strände Kroatiens sind steinig. Um nicht voller Schmerzen eine Abkühlung im Meer zu bekommen, sollten Wasserschuhe ins Gepäck – natürlich auch, um einen Seeigel-Pieks zu vermeiden. Ich selbst habe Neoprenschuhe mit Gummisohle aus dem Surfshop, aber es gibt auch vor Ort in jedem Strandshop welche zu kaufen. Ein Schnorchel mit Taucherbrille ist für alle Unterwasserbegeisterten ein Muss – es gibt so viel zu sehen!

Und: ein Reiseführer! Mittlerweile kann man ja vieles via Internet, Blogs und Foren in Erfahrung bringen, aber es geht doch nichts über ein Buch in der Hand. Ich bin ja eigentlich absolute Lonely Planet Verfechterin, diesmal hat es mir aber der DUMONT Reiseführer „kroatische adriaküste“ angetan. Im Buchhandel hat mich schlicht und ergreifend das Layout angesprochen, zudem hatte er noch die aktuellste Auflage in 2020.
Für einige Orte sind wirklich nur die Highlights innerhalb der Altstadt aufgelistet, da fehlten uns manchmal Infos über weitere Sehenswürdigkeiten, die wir dann dank Internet ausmachen konnten. Auch der geschichtliche Teil könnte ausführlicher sein, der ist meiner Meinung nach sehr knapp gehalten. Die wichtigsten Meilensteine stehen aber drin.

Unterwegs vor Ort

Kroatien ist wunderbar mit dem Camper oder Wohnmobil zu bereisen, wie ich auf diversen anderen Reiseblogs erkennen konnte. Zu geeigneten Routen und Stellplätzen kann ich zwar nicht viel sagen, dennoch kann ich bestätigen, dass ein Auto in Kroatien definitiv von Vorteil ist. Zwar gibt es häufig auch organisierte Touren zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten, aber man ist mit eigenem Auto oder Mietwagen viel flexibler.

Einen kleinen Mietwagen haben wir für unsere Tour durch Südkroatien im Vorfeld gebucht – da wir zur Hauptreisezeit unterwegs waren riss dieser ein großes Loch in unsere Reisekasse. 700€ für 2 Wochen Auto (inkl. aller Versicherungen), dazu kamen noch die Spritkosten von knapp 100€. Es ist auch möglich, mit dem Mietwagen in die angrenzenden Länder zu fahren. Je nach Land muss man aber schauen, ob die Versicherungen fürs Auto auch dort greifen – in Bosnien ist das seit 2020 der Fall, hier gelten auch die in Kroatien abgeschlossenen Versicherungen. Allerdings haben viele Autovermietungen unabhängig von den Versicherungen in ihrem Vertrag eine Extragebühr für Grenzübertritte stehen (bei uns waren es 70€). Das ist ehrlichgesagt etwas doof, da man ja eigentlich eine gültige Verischerung hat. Aber was will man machen…

Reisebericht Kroatien – unsere Route

Ich glaube, auch wenn immer von vielen Must-Sees und Must-Dos die Rede ist: man kann nichts falsch machen. Die kleinen Dörfer und Städte in Kroatien haben alle ihren eigenen Charme und auch die Natur ist an vielen verschiedenen Orten zu genießen. Dennoch will ich einmal unsere Routen vorstellen: 2019 ging es mit der Familie für eine Woche nach Istrien. Dort haben wir uns eine Ferienunterkunft genommen und von dort aus die Halbinsel erkundet. Auf dem Programm standen dabei z.B.

  • Rovinji
  • Pula
  • Porec
  • Kap Kamenjak

Mehr dazu findest du im Istrien Reisebericht. Wir waren in einem Apartement in der Nähe von Rovinji und haben von dort Touren unternommen. Besonders gefallen hat mir das gute Essen, die schönen Städte und die Natur am Kap Kamenjak 🙂

Detaillierte Route und Reisebericht zum Roadtrip Kroatien

Eine weitere Reise führte uns im Juli 2021 für 14 Tage die kroatische Adria hinab, genauer gesagt, die dalmatische Küste. Wir sind mit dem Flugzeug angereist und haben uns dann einen Mietwagen genommen. Für die zweite Woche hatten wir eine Unterkunft, von wo aus wir Ausflüge unternommen haben. In der ersten Woche haben wir die Unterkünfte mehrmals gewechselt. Die Route sah wie folgt aus:

Tag 1: Ankunft in der Nacht und Erkundung von Zadar

Wir kommen spät abends am Flughafen in Zadar an. Während ich aufs Gepäck warte nutzt mein Herzensmensch schonmal die Zeit, um Kroatische Kuna vom Geldautomaten abzuheben. Als wir den kleinen Flughafen verlassen, steht noch ein letzter Bus auf dem Gelände, der ins Zentrum von Zadar fahren sollte.

Mit Google Maps vor der Linse schieben wir unsere Koffer kurze Zeit später durch die leeren Straßen in Zadar und kommen schließlich in unserem Hostel an. Wir fallen in der Nacht nur noch tot in die Betten, schließlich soll der erste Tag ausgiebig genutzt werden, um Zadar kennenzulernen! Alles zum ersten kompletten Tag in Zadar liest du hier:

Hier geht’s zum Zadar Reisebericht! 🙂

Tag 2: Ausflug nach Nin, Weiterreise über einen Canyon zu den Plitvicer Seen

Der zweite Tag startet wieder in Zadar, allerdings nur kurz an der Busstation: es geht nämlich nach Nin, ein kleines Städtchen nördlich von Zadar, was früher einmal die Hauptstadt Kroatiens war. Hier verbringen wir den Vormittag, bevor wir mittags nach Zadar zurückkehren. Dieser Ausflug ist auch Teil des Zadar Berichts – Spoiler: so richtig angetan waren wir von Nin nicht, aber das muss ja jeder selbst wissen. Zurück in Zadar besteigen wir noch den Aussichtsturm der St. Anastasia Kathedrale, da der am Vortag geschlossen war, und fahren dann zum Flughafen Zadar, um unseren Mietwagen in Empfang zu nehmen! Von hier aus fahren wir direkt los in Richtung Plitvicer Seen – mit einem kleinen Abstecher zu einem beeindruckenden Canyon.

Dieser Canyon ist auch aus den Winnetou Filmen bekannt und wirklich schön. Dieser kleine Umweg über den Canyon lag meines Erachtens und nach ausführlichem Studieren der Karte eigentlich auf dem Weg, bescherte uns aber irgendwie doch einen Umweg von insgesamt 1h, sodass wir wirklich spät bei unserer Unterkunft an den Plitvicer Seen ankamen.

Tag 3: Plitvicer Seen

Bericht folgt

Tag 4: Paklenica Gebirge

Bericht folgt

Tag 5-7: Split, Inseltour, Hinterland Kroatiens (Burg Klis, Höhlen in Dugopolje und Sinj)

Bericht folgt

Tag 8-14: Ferienunterkunft in Komarna mit Ausflügen nach Dubrovnik, Makarska und Mostar (BiH)

Die zweite Woche unserer Reise haben wir uns eine Ferienunterkunft in Komarna genommen. Hier wollten wir es etwas ruhiger angehen lassen und auch mal ein paar Tage nur am Pool oder am Strand liegen. Ausflüge waren dank des Mietwagens trotzdem noch möglich, so ging es unter anderem nach Dubrovnik, Mostar (in Bosnien) und an die Makarska Riviera.

Direkt zum Mostar Reisebericht!

Unsere Unterkunft hatten wir über Airbnb gebucht und sie war wirklich top – Ausblick, Pool und Lage ließen keine Wünsche offen. Komarna liegt im Neretva Delta, einer Obst- und Weinregion, in der man an Straßenständen unterwegs die leckersten Dinge kaufen kann.

Komarna selbst ist ein winzig kleiner Ort, der aber durch ein großes Bauprojekt Aufsehen erregt hat: eine riesige Brücke von Komarna rüber zur Insel Peljesac. Zugegeben, diese Brücke macht Komarna und vor allem den Strand hier wirklich hässlich und wird in Zukunft sicher dafür sorgen, dass Autolärm und Abgase die Touristen fernhalten. Wir hatten das Glück, dass wir von unserer Unterkunft nur das Meer und keine Brücke gesehen haben, und auch von den Bauarbeiten nichts gehört haben. 2022 soll die Brücke in Betrieb genommen werden. Hintergrund des Projekts: Kroatien wird auf einem kleinen Streifen von Bosnien unterbrochen. Das bedeutet, dass jeder, der von z.B. Dubrovnik nach Split oder andersrum fahren möchte, durch Bosnien fahren muss – inkl. Passkontrolle, da Bosnien kein EU Mitglied ist. Um diesen Prozess künftig zu umgehen, wird aktuell die Brücke gebaut.

Werbung (unbeauftragt), da Orts-/Namensnennung

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