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Stadttour durch Zadar, Kroatien – und ein Ausflug in die kleine Stadt Nin

Zadar war für uns Start- und Endpunkt der Reise durch Kroatien im Juli ´21. Wir haben zu Beginn des Urlaubs zwei Nächte hier verbracht, diese coole Stadt angeschaut, lecker gegessen, Open Air Konzerte genossen und uns über den ersten Urlaub nach (in) der Corona-Zeit gefreut. Da Zadar selbst überschaubar ist, haben wir kurzerhand auch noch einen Ausflug in die nahegelegene kleine Stadt Nin gemacht.

Hinkommen

Die Stadt ist ein guter Ausgangspunkt für eine Kroatien Rundreise. Wir haben zum Start unserer zweiwöchigen Tour den Startpunkt Zadar eher zufällig und aufgrund der Flugverbindung gewählt, die uns mit Ryanair von Bremen nach Zadar brachte. Auch von anderen Flughäfen in Deutschland wird Zadar angeflogen und auch nicht nur von Ryanair.

Vom Flughafen in die Stadt

Der Vorteil an kleinen Flughäfen ist, dass man direkt alle Transportmöglichkeiten vor sich hat, sobald man das Flughafengelände verlässt. So ist es auch in Zadar. Alle Transportmöglichkeiten sowie den aktuellen Busfahrplan findest du übrigens auch hier.

  1. Bus – der kostet 25 KN, also umgerechnet 3€ pro Person. Da der Flughafen recht klein ist, warten die Busse in der Regel auf die Touristen – wir haben uns in typisch deutscher Manier natürlich total beeilt, weil wir Sorge hatten nach Ankunft den Bus zu verpassen. Der stand aber ganz geduldig und wartete, bis alle Ankömmlinge im Bus saßen.
  2. Taxi – natürlich etwas teurer, aber man ist weder auf Zeiten noch auf Haltestellen angewiesen.
  3. Mietwagen – solltest du sowieso geplant haben, deinen Mietwagen in Zadar in Empfang zunehmen, kannst du dies auch direkt nach der Ankunft erledigen. Die Verleih-Stationen sind alle direkt nebeneinander, wenn man aus dem Flughafengelände herauskommt.

Herumkommen

Zadar selbst ist absolut überschaubar und man braucht für die Stadt kein Auto, zumal man in der Altstadt sowieso nicht Auto fahren kann. Innerhalb der Altstadt ist alles fußläufig erreichbar und auch die Neustadt, in die wir einen kleinen Abstecher gemacht hatten, ist gut erreichbar.

Sollte man Ausflüge geplant haben, ist Zadar auch gut mit Bussen vernetzt: so sind wir für einen Vormittag mit dem Bus in die kleine Stadt Nin gefahren. Dafür haben wir die Hilfe unseres Hostels in Anspruch genommen, da wir selbst die unterschiedlichen Busunternehmen (Fernbusse, Stadtbusse, etc.) nicht unterscheiden konnten. Deshalb nur der Tipp: fragt in der Unterkunft nach. Dort können sie auf jeden Fall weiterhelfen, sodass man auch auf jeden Fall den richtigen Bus erwischt.

Weiterreise

Für unsere Weiterreise zu den Plitvicer Seen und die anschließende Tour durch Kroatien haben wir uns dann einen Mietwagen genommen. Dafür sind wir mit dem Bus-Shuttle zurück zum Flughafen Zadar gefahren und haben dort unseren Wagen in Empfang genommen.

Gebucht hatten wir den Wagen bei der Firma Active, an die wir über das Vergleichsportal Check24 gelangt sind. Das lief alles glatt und es gab keine Probleme – auch als wir während unserer Reise die Firma wegen einer Frage kontaktiert hatten, gab es in kürzester Zeit eine freundliche Antwort.

Alternativ kann man auch mit Bussen weiterreisen. Da wir aber relativ viel Gepäck hatten und unsere Route mit einigen Ausflügen gespickt war, war der Mietwagen für uns auf jeden Fall die beste (wenn auch teurere) Wahl.

Unterkunft

Wir waren im Boutique Hostel Forum, das direkt im Zentrum liegt. Und wenn ich sage direkt, dann meine ich direkt: man schaut vom Fenster auf das römische Forum. Ausschlaggebend für das Hostel war für uns zunächst mal der 24h Check In, da wir erst so spät in Zadar angekommen sind. Und dass die Lage ein absoluter Pluspunkt ist, ist fast schon selbsterklärend.

Wir sind am ersten Abend nur noch in die Betten gefallen, feierten aber da schon den Ausblick aus unserem Fenster – ob die uns von dort auch sehen, oder ob es so Fenster sind wie bei der Polizei im Fernsehen? (Kleiner Spoiler: es sind keine Polizeifenster)

Uns hat daneben auch das Frühstück überzeugt und mehr noch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie waren alle total hilfsbereit, haben uns erklärt welche Busse wir wann wohin am besten nutzen oder uns Tipps für unseren Zadar Besuch gegeben. Auch ein kleiner Smalltalk zwischendurch auf Spanisch war drin – er und ich haben uns total gefreut, dass wir beide schon in Kolumbien gelebt haben, und mussten dann natürlich auf Spanisch quatschen 😉 Unser Doppelzimmer war klein, aber damit haben wir kein Problem da wir ja sowieso den ganzen Tag unterwegs waren.

Sehenswürdigkeiten in Zadar – unser Rundgang

In der Altstadt von Zadar ist alles ziemlich nah beieinander und man kommt schnell von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten. Wir sind dem Routenvorschlag unseres Reiseführers gefolgt und haben einen sinnvollen Streifzug durch Zadar gemacht, der uns auf unserer Tour an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in der Altstadt vorbeigeführt hat. Zwischendrin haben wir unsere eigenen kleinen Pausen gemacht, Eiskaffee getrunken oder einfach im Schatten gesessen und Leute beobachtet.

Kleine Tipps:

  1. Die meisten Sehenswürdigkeiten haben wir an einem Sonntag angeschaut. Erstaunlicherweise war am Montag darauf viiiiiel mehr los, was mich für einen Wochentag eher verwundert hat. Das einzige, was wir auf den Montag verschieben mussten (da sonntags nicht geöffnet), war der Aussichtsturm der St. Anastasia Kathedrale.
  2. Die meisten (wenn nicht sogar alle) Sehenswürdigkeiten sind tatsächlich in der Altstadt von Zadar zu finden. Wir fanden es aber auch cool, mal die Altstadt zu verlassen und in die Neustadt zu gehen. Hier spielte sich das etwas modernere Leben und es waren nicht ansatzweise soviele Touristen wie in der Altstadt. Hier findet man auch wirklich coole, moderne Cafés – wenn auch natürlich nicht so viele Sehenswürdigkeiten wie in der Altstadt.

Römisches Forum

Der einzigartigen Lage unsere Unterkunft zu verdanken starten wir mit unserer Erkundungstour durch Zadar direkt am römischen Forum vor der Sv. Donatus Kirche. Hier befinden sich für jeden zugänglich die baulichen Überreste des alten römischen Forums, also quasi dem ehemaligen Zentrum Zadars. Irgendwie komisch, dass so wertvolle Geschichte einfach mitten in der Stadt „rumliegt“, und nicht irgendwo versiegelt im Museum steht.

Direkt am römischen Forum liegt auch das archäologische Museum, welches wir allerdings nicht besucht haben.

Landtor

Vom römischen Forum aus gehen wir direkten Weges zum Landtor. Unser Reiseführer schlägt nämlich eine schöne Route durch die Altstadt von Zadar vor, die eben hier am Landtor startet. Das Tor wird von einem geflügelten Löwen dominiert, der das Wahrzeichen der venezianischen Seemacht darstellte. Diesen geflügelten Löwen findet man übrigens immer wieder an verschiedenen Orten und Gebäuden in Kroatien.

Von hier aus schaut man auch auf den ehemaligen Fischerhafen mit altem Zolltor, das den Handel in diesem Hafen überwachte. Hier geht es mittlerweile ruhiger zu, denn es liegen nur einige kleine, private Boote in diesem Hafenbecken.

Stadtpark und Grimani Bastion

Direkt beim Landtor gelangt man in den Stadtpark und damit zur Grimani Bastion. Diese ist wunderschön eingebettet in Bäume und schöne Pflanzen, außerdem hat man von hier einen einen tollen Blick auf den Hafen und das Landtor. Uns gefällt es hier wirklich gut, was wahrscheinlich an der Ruhe und der grünen Parkanlage liegt 😉 Hier sind nur sehr wenige Menschen und wir können ganz entspannt den Schatten genießen – denn schon jetzt am Vormittag ist es superwarm.

Hier im Stadtpark nutze ich auch die Zeit, um meine Orientierungsschwierigkeiten in den Griff zu bekommen und verstehe nach ausgiebiger Kartenanalyse (und hilfreichen Erklärungen vom Herzensmensch), wo wir eigentlich gerade sind. Zwischeninfo: Zadar ist total übersichtlich. Aber ich habs ja nicht so mit der Orientierung…

Platz der 5 Brunnen

Vom Park kommen wir zum schönen Platz der 5 Brunnen. Unter diesem Platz liegt eine große Zisterne, die damals das Wasser für den Sommer speicherte.

Wenn man auf dem Platz vor dem Brunnen steht, namentlich Trg Petra Zoranica, sieht man durch eine Glasplatte die Fundamente des alten römischen Stadttores – mein Gott habe ich lange gebraucht um zu verstehen, dass ich nach unten gucken muss. Überall habe ich geguckt, wo denn jetzt dieses Fundament sein soll! Als ich es schließlich gefunden habe bin ich etwas enttäuscht, da man durch die Glasplatte im Boden nicht wirklich viel erkennen kann.

Übrigens: die römische Säule, die auf diesem Platz steht, stand früher mal am römischen Forum, wurde irgendwann aber hierher versetzt.

Kalelarga und Volksplatz Narodni Trg

Kalelarga ist namentlich die breite, große Straße, die für unsere Verhältnisse aber immer noch eine süße, kleine Gasse ist. Auf der Karte heißt sie Siroka und führt einmal quer durch die Stadt. Vom Platz der 5 Brunnen kommen wir vorbei an einigen schönen Gebäuden (genauer gesagt dem Stadtmuseum und der Kirche Sv. Simon, die wir allerdings nicht besichtigt haben), bis wir schließlich auf dem großen Volksplatz Narodni Trg stehen.

Es zahlt sich aus, dass wir relativ früh losgegangen sind, denn noch ist nicht so viel los hier. Hier herrscht am Tag nämlich reges Treiben und man erkennt deutlich, wo die Menschen alle herkommen: schaut man nordöstlich (also von da wo wir herkommen nach rechts), sieht man in einiger Entfernung ein weiteres Stadttor und eine große Brücke. Diese führt in die Neustadt und zum Hafen und genau hier legen die Schiffe der Tagestouristen an, die die kleinen Gassen von Zadar regelrecht fluten können.

Wenn man also die Zeit hat empfiehlt es sich, vor 11 Uhr bzw. nach 16 Uhr zum Narodni Trg zu kommen. Denn dann ist deutlich weniger los und man kann den Platz viel mehr genießen und in Ruhe ansehen. Hier am Platz starten auch die Free Walking Tours durch Zadar, erkennbar an den Guides mit Regenschirmen. Wir beobachten einige Zeit das Geschehen, dass sich auf dem Platz vor dem Rathaus und der Stadtwache mit Glockenturm abspielt, bevor wir weitergehen.

Folgt man der Kalelarga dann weiter, kommt man wieder zum römischen Forum.

St. Donatus Kirche

Wieder am römischen Forum angelangt stehen wir auch direkt wieder vor der Sv. Donat Kirche, dem markanten runden Gebäude, was sich auf den Ruinen des antiken Forums befindet. Diese Kirche ist selbst schon sehr alt und wurde Anfang des 9. Jh. errichtet.

links Sv. Donat, rechts der Turm von St. Anastasia

Im Inneren müssen wir erstmal die angenehme Kälte genießen und klarkommen, bevor wir uns auf das Wesentliche konzentrieren können: eine wunderschöne, schlichte, runde Halle. Der Lichteinfall begeistert mich total, zudem ist es so schön ruhig hier – wir sind allein mit nur einem anderen Pärchen. Die Stufen hinauf geht es hoch auf die knatschende, hölzerne Galerie mit einem tollen Blick über das römische Forum.

In dieser Kirche finden regelmäßig Konzerte statt – was bei diesem Innenbau einen wirklich einzigartigen Klang erzeugen muss. Wir hatten das Glück, dass am Abend vor der Kirche ein Open Air Konzert stattfand, was im Juli/August häufiger der Fall ist. Man sitzt auf den Ruinen des römischen Forums und kann dabei der kroatischen Musik zuhören – einen besseren Start in den Urlaub gibt es doch nicht ! 🙂

Kathedrale St. Anastasia und Aussichtsturm

Als wir gerade zur Kirche kommen stellen wir fest, dass gerade ein Gottesdienst stattfindet, den wir natürlich nicht stören wollen. Abgesehen davon sind wir schon wirklich müde von unserer Tagestour durch Zadar – dafür, dass wir nachts erst angereist waren haben wir schon echt viel gesehen! Was wir uns aber für den Folgetag vornehmen, da sonntags sowieso nicht möglich: die Besteigung des Aussichtsturms der Kirche! Hier war am nächsten Tag wirklich viel los, weshalb ich es etwas stressig fand dort hochzugehen. Dafür wurde man mit einer einzigartigen Aussicht über Zadar belohnt!

Strandpromenade

Nach dem Abendessen in der Konoba Dalmatia machen wir uns über die Strandpromenade auf den Weg zur Meeresorgel. Die Strandpromenade ist zauberhaft schön, die Sonne beginnt schon unterzugehen und alles wird von einem ganz tollen, goldenen Licht angestrahlt. Hier reihen sich viele Restaurants aneinander, in denen man bestimmt auch gut essen kann. Wir gehen die Strandpromenade entlang, machen ein paar Fotos, genießen die Atmosphäre – und werden dann von meiner unbändigen Lust auf Eis unterbrochen, die uns noch einmal in die Altstadt zwingt.

Meeresorgel

Die Meeresorgel ist ein Klangspiel direkt am Meer, entworfen vom Architekten Nikola Basic. Es handelt sich dabei um eine Steintreppe direkt am Wasser, in die verschieden große Löcher und eingelassen wurden, die zu unterirdischen Hohlräume führen. Durch die Bewegungen des Wassers entstehen dann Töne, die zusammen ein wirklich schönes Klangspiel ergeben.

Hier ist sehr viel los, denn es ist DIE Attraktion in Zadar. Die meisten Menschen kommen zum Sonnenuntergang und setzen sich dann auf die Steintreppe. Am besten nimmt man sich also einen Snack oder Getränke (oder wie wir: Eis) mit und tut es den anderen gleich. Kleiner Life Hack: je weiter vorne man sitzt desto weniger Menschen hat man vor der Linse und desto mehr Sonnenuntergang kann man genießen. Und selbst ich finde es wirklich schön hier – obwohl mir viele Menschen bekanntlich absolut nicht gefallen. Aber auch am Tag hört man die Töne und dann ist deutlich weniger los.

Gruß an die Sonne

Direkt neben der Meeresorgel hat der Architekt Nicola Basic ein weiteres Kunstwerk geschaffen, was abends ebenso viele Touristen anzieht wie die Meeresorgel. Wenn die Sonne untergegangen ist erleuchten viele verschiedene Glasplatten, die zusammen einen großen, bunten Kreis ergeben. Dieses Lichtspiel entsteht durch die eingebauten Solarzellen und wird je dunkler es wird immer spektakulärer.

Da die meisten Touristen zum Sonnenuntergang erst zur Meeresorgel gehen und dann direkt bleiben, um den Gruß an die Sonne zu beobachten ist es auch hier ziemlich voll. Aber trotzdem ist es absolut sehenswert und wir bleiben ein bisschen auf den Glasplatten stehen, um das Licht, spielende Kinder und posierende Instaboys and -girls zu beobachten 🙂

Essen und Trinken in Zadar

Wir waren in der Konoba Dalmacija – superleckeres Essen in einem mega schönen, ruhigen Garten. Wir sind auf unserem Bummel durch die Stadt hier vorbeigekommen und haben direkt mal für abends reserviert. Ich hab die Nudeln mit Gemüse gegessen und war begeistert. Natürlich gab es wie in fast jeder Konoba auch einen Sliwowitz zum Abschied 😉

Ausflug nach Nin

Nur 15km und damit 20 Busminuten von Zadar entfernt liegt das kleine Städtchen Nin. Unter den Geschichtsinteressierten gleichwohl ein wichtiger Ort, denn es war die erste Hauptstadt Kroatiens und damit Sitz der Könige. Unser zweiter Tag in Zadar sollte Regen bringen und da wir am Vortag schon alles, was uns wichtig war, gesehen hatten, entschieden wir uns kurzerhand für einen Ausflug in die kleine Stadt Nin.

Von Zadar nach Nin

In unserem Hostel suchte man uns die passende Busverbindung raus und schon saßen wir am nächsten Tag nach dem Frühstück im Bus nach Nin.

Der Tag startete für meinen Geschmack ziemlich bescheiden. Der Busfahrer sagte trotz unserer Nachfragen weder Bescheid, dass wir in Nin angekommen waren, noch deutete irgendetwas innerhalb oder außerhalb des Busses auf unser Ziel hin (Cave: am Kreisverkehr). Nach kurzer Verwirrung checkten wir Google Maps und stellten fest, dass wir schon viel zu weit gefahren waren. Wir stiegen also direkt aus (ich leicht grumpy), und mussten 20min zu Fuß an einer vielbefahrenen Straße ohne Bürgersteig oder Gehweg zurück nach Nin laufen, während der angekündigte Regen einsetzte (ich sehr grumpy).

Glücklicherweise bin ich in Begleitung meines immer entspannten Herzensmenschen, der wusste, dass erstmal ein Café angesteuert werden musste um meine Laune wieder zu heben. Hier mussten wir sowieso erstmal warten, bis der Regen sich einigermaßen gelegt hatte. Tja, auch im Juli kann man Pech haben – auch wenn das der einzige Tag Regen in unseren 2 Wochen war.

Sehenswürdigkeiten in Nin

Nin ist so klein, dass man alles innerhalb eines kurzen Vormittages gesehen hat. Und wenn man die Zeit hat, lohnt sich der Besuch auch – hat man was anderes vor, muss man sich meiner Meinung nach aber nicht stressen, wenn man es hier nicht hinschafft. Wir würden glaube ich nicht noch einmal hinfahren.

Wir laufen zunächst über eine Brücke, vor der uns die Statue von Knez Branimir begrüßt, hin zum Stadttor der kleinen Altstadt.

Hinter dem Stadttor befindet man sich direkt in den kleinen, alten Gässchen der Stadt. Unser erstes Ziel war der Hauptplatz – auf dem Weg kamen wir vorbei an der Kirche St. Anselmus und der danebenstehenden Statue des Bischofs Gregor von Nin. Über seine Pose musste ich etwas schmunzeln 😉 Ob ich sie nachgemacht habe? Vielleicht.

Am Hauptplatz angekommen setzen wir uns ins Café und warten den Regen ab. Als der einfach nicht aufhören will, gehen wir ins archäologische Museum, das direkt am Hauptplatz liegt.

Danach zieht es uns noch zur Heiligkreuz Kirche Sv. Kriz, die die kleinste Kathedrale der Welt sein soll! Das Besondere dieser Kirche ist, dass sie durch ihre kleinen Fensteröffnungen und dem damit verbundenen Lichteinfall als Sonnenuhr gedient hat. Wir haben aber selbst mit den Erklärungen in der Kirche das Prinzip nicht verstanden, wie es in dieser Kirche funktionieren soll. Trotzdem liegt sie wirklich schön dort zwischen alten Mauerresten auf einer Wiese.

Ähnlich wie am römischen Forum in Zadar liegen mitten in der Stadt Nin die Reste eines römischen Tempels, die gratis besichtigt werden können. Die noch stehende Säule lässt erahnen, wie groß dieser Tempel einmal gewesen sein muss. Die „wichtigen“ Reste des Tempels (z.B. Statuen) findet man im archäologischen Museum am Hauptplatz von Nin.

Zu guter Letzt darf die Kirche St Nikolaus Sv. Nikola außerhalb der Stadt nicht vergessen werden – wir haben sie nur aus dem Bus gesehen und waren etwas ernüchtert. Durch ihre Geschichte und ihren Standort in freier Natur lässt sie sich natürlich gut in Szene setzen. Wir waren aber froh, dass wir den Weg raus aus der Stadt nicht in Angriff genommen haben, wir hatten sie uns nämlich größer und imposanter vorgestellt.

Interessant war, dass am Mitttag, als wir mittags schon wieder abreisen wollten, Busse voll mit Touristen ankamen. Nin hatte mich wie oben schon erwähnt nicht übermäßig begeistert, aber da sieht man mal, wie auch so kleine Städte die Touristen anlocken können 😉

*Werbung, da Orts-/Namensnennung

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