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Ausflug ins Venner Moor in Münster

Um Moore ranken sich bekanntlich ja viele Geheimnisse und Legenden, aber spätestens nach dem Münster Tatort „Der dunkle Fleck“, indem eine Moorleiche in eben jenem Venner Moor gefunden wird ist klar, dass sich ein Spaziergang hier irgendwie anders anfühlt als eine Sonntags-Runde um den Aasee.

Auf das Venner Moor als Ausflugsziel wären wir wohl auch erst später aufmerksam geworden, hätte uns nicht eine Pandemie gezwungen, uns mit der näheren Umgebung auseinanderzusetzen. Hierbei handelt es sich um ein Naturschutzgebiet bei Senden, südöstlich von Münster und somit super geeignet als ein kurzes Ausflugsziel!

Hinkommen und Parken beim Venner Moor

Auf dem Hinweg sind wir uns nicht sicher, wo wir parken sollen, nachdem schon einige Autos mitten an der Straße stehen. Oho, könnte voll werden, wenn die sogar hier schon parken. Wir finden aber noch einen richtigen Parkplatz und verstehen nicht, warum die Leute sich an die Straße gestellt haben. Wenn man bei Google einfach „Parkplatz Venner Moor“ eingibt, dann weiß man, wo man hinmuss. Ansonsten lässt man die Gaststätte Venner Moor einfach links liegen (vorerst 😉 ) und kommt dann schon nach knapp 1km zum Parkplatz, der ebenfalls linksseitig liegt.

Das Venner Moor verstehen

Zum Start der Wanderung direkt am Parkplatz steht eine große Informationstafel bereit, die nicht nur Auskunft über Flora und Fauna gibt, sondern auch zwei verschieden lange Wege ausweist. Wir entscheiden uns für den knapp 5km langen Weg anstelle des kürzeren, 3km langen Weges. Zudem kann man auf der Karte sehen, in welchem Teil des Moores man sich befindet.

Das war für uns natürlich super, da wir ehrlicherweise nicht wirklich viel Ahnung von unterschiedlichen Beständen, Wäldern und Moor-Arten haben. Uns wäre zwar aufgefallen, wie unterschiedlich sich die gesamte Fläche auf der Wanderung darstellt, aber mithilfe der Karte kann man seine Beobachtungen dann auch passend zuordnen und verstehen. Das hat uns auch schon beim Ausflug in die Rieselfelder so gefallen. Am besten fotografiert man diese Informationstafel oder aber man lädt sich die Karte auf den Seiten des Naturschutzzentrums Coesfeld herunter.

Unterwegs ändert sich die Natur immer wieder und es macht uns richtig Spaß mit der Karte herauszufinden, wo wir uns gerade befinden und was jetzt genau um uns herum wächst. (Hätten uns Biologen oder Moor-Experten dabei beobachtet, wäre das vermutlich ziemlich peinlich geworden für uns).

Zwischenzeitlich läuft man auf einem Holzsteg, den man auch im Idealfall nicht verlässt. So kann man alle Tiere und Pflanzen, die nicht so Bock auf störende Menschen haben in Ruhe lassen. Ist ja auch schließlich ein Naturschutzgebiet und kein Erlebnispark.

Wirklich vielen Menschen begegnen wir nicht. Das mag aber auch am Wetter liegen, es ist relativ bewölkt und ab und zu fängt es leicht an zu nieseln. Wahrscheinlich ist es bei gutem Wetter deutlich voller – vor allem, wenn die naheliegende Gaststätte geöffnet hat. Die ist aber leider aufgrund von Corona noch geschlossen, aber sicherlich lohnt sich ein Abstecher hierhin, wenn man schonmal hier ist! 🙂

Am Ende der kleinen Wanderung geht man noch ein Stückchen am Dortmund-Ems-Kanal entlang. Ich wäre so gerne noch in die Gaststätte gegangen, so kann man jede Wanderung immer nochmal „nachfühlen“ und muss nicht sofort wieder nach Hause. Wie die ersehnte Almhütte nach einer Wanderung in den Bergen quasi. Aber so sollte es nicht sein, wir müssen also einfach nochmal wiederkommen! 😉

Werbung (unbeauftragt), da Orts- und Namensnennung

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